Lexikon der Schädlinge

  • Amerikanische Schabe

    Die hellbraun bis rotbraun gefärbte Amerikanische Schabe (Periplanete americana) wird mit 35 bis 40 mm Körperlänge deutlich größer als die Deutsche oder die Orientalische Schabe. Die extrem langen Antennen können länger als der Körper werden. Ganz typisch ist eine rotgelbe Binde am Hinterrand des Halsschilds. Der Körper der Tiere ist auffallend flach. Die langen und kräftigen Beine besitzen viele, abstehende Borsten.

  • Amerikanischer Reismehlkäfer

    Der Amerikanische Reismehlkäfer (Tribolium confusum) ist ein vergleichsweise schlank gebauter Käfer, der nur etwas länger als 4 mm wird. Die Hinterflügel sind rotbraun gefärbt. Kopf und Halsschild haben dagegen eine dunkelbraune Färbung (s. Abb. 1). Die einzelnen Glieder der Fühler werden zum Ende hin allmählich größer und bilden so eine 5- bis 6-gliedrige Fühlerkeule, die allerdings nur schwach vom Rest des Fühlers abgesetzt ist. Dieses Detail ist mit bloßem Auge allerdings kaum zu sehen. Charakteristisch für diese Käfer sind die Kriechspuren, die sie in Mehl hinterlassen.

  • Asiatischer Marienkäfer

    Der Asiatische Marienkäfer (Harmonia axyridis) ist eine sehr variabel gefärbte Marienkäferart. Meist sind die Flügel orange bis rot gefärbt und zeigen unterschiedlich viele, schwarze Punkte. Die Flügel können aber auch komplett schwarz sein oder im anderen Extrem gar keine Punkte aufweisen. Häufig ist auf dem weißen Halsschild ein Zeichnungsmuster in Form eines schwarzen W zu erkennen. Die Käfer werden rund 6 mm lang und knapp 5 mm breit.

  • Australischer Teppichkäfer

    Der Australische Teppichkäfer (Anthrenocerus australis) ist eine sehr kleine, unscheinbare Käferart, die nur rund 2 bis 3 mm lang wird. Auf den hellbraunen Flügeldecken verlaufen drei undeutliche, unvollständige Zickzacklinien aus weißen Borsten (s. Abb. 1). Kopf und Halsschild sind etwas dunkler als die Flügeldecken. Die lang gestreckten Larven dieser Käferart werden 3 bis 6 mm lang. Am Ende des Hinterleibs fällt ein Büschel sehr langer Haare auf (s. Abb. 2). Kurz davor stehen zahlreiche, deutlich kürzere Pfeilhaare. Dies sind spezialisierte, pfeilförmige Haare, die die Larve zur Verteidigung einsetzen kann.

  • Berlinkäfer

    Der Berlinkäfer (Trogoderma angustum) gehört zu den Speckkäfern. Er hat einen lang gestreckten, schmalen Körper. Auf den Flügeldecken befinden sich 3 breite, gebogene Haarbinden, die aus weißen Haaren bestehen. Die Männchen werden 2 bis 3 mm lang. Weibchen werden mit 3 bis 4 mm etwas größer. Die Art kann von Laien leicht mit dem Australischen Teppichkäfer verwechselt werden.

  • Bettwanze

    Bettwanzen (Cimex lectularius) sind rostrot bis dunkelbraun gefärbt. Es sind blutsaugende Insekten, die 4 bis 6 mm lang werden. Beine und Antennen erscheinen eher gelblich. Auffällig ist der extrem flache Körper dieser Wanzen, der ihnen auch den umgangssprachlichen Namen „Tapetenflunder“ eingebracht hat. Die Fühler sind kurz und bestehen nur aus 4 Gliedern. Die Mundwerkzeuge, mit denen die Tiere in die Haut stechen und Blut saugen können, sind unter dem Körper der Tiere verborgen. Bettwanzen können nicht fliegen, da ihre Flügel verkümmert sind.

  • Braunbandschabe

    Die Braunbandschabe (Supella longipalpa) wird oft auch Möbelschabe genannt. Sie ist bei uns wesentlich seltener als zum Beispiel die Deutsche Schabe. Es ist eine relativ kleine Schabenart. Die Weibchen erreichen eine Länge von rund 12 mm. Die Männchen bleiben sogar noch rund einen Millimeter kleiner. Die Tiere sind allgemein dunkelbraun gefärbt. Ganz typisch für die Art sind zwei helle Querstreifen auf dem Halsschild. Wie alle Schaben besitzt auch diese Art einen flachen Körperbau, kräftige Beine und lange, dünne Fühler. Abbildung 1: Die Braunbandschabe heißt bei uns auch Möbelschabe.

  • Braune Wegameise

    Die Arbeiterinnen von Lasius brunneus, wie die Art mit wissenschaftlichem Artnamen heißt, werden nur 3 bis 4 mm groß. Der Kopf der Tiere ist hell bronzebraun. Der mittlere Körperabschnitt ist gelblichbraun und der Hinterleib dunkelbraun bis schwarzbraun (s. Abb. 1). Auf den ersten Blick ähneln sie den Arbeiterinnen der Schwarzgrauen Wegameise. Männchen und Weibchen werden deutlich größer als die Arbeiterinnen und besitzen im Gegensatz zu diesen Flügel (s. Abb. 2). Nach der Begattung werfen die Weibchen ihre Flügel rasch ab und ähneln somit den Arbeiterinnen. Die Männchen sterben kurz nach der Begattung.

  • Brauner Pelzkäfer

    Der Braune Pelzkäfer (Attagenus smirnovi) wird ca. 3 bis 5 mm lang. Die Flügeldecken der Käfer sind hellbraun. Kopf und Halsschild sind etwas dunkler gefärbt. Die ebenfalls bräunlich gefärbten Larven werden bis zu 7 mm lang. Ihr ganzer Körper ist mit dichten, eng anliegenden Haaren bedeckt. Am Hinterleib besitzen sie zudem einen Borstenschwanz aus längeren Haaren.

  • Deutsche Schabe

    Die Deutsche Schabe (Blattella germanica) hat einen flachen Körper, kräftige Beine, lange Fühler und wird bis zu 1,5 cm lang. Obwohl diese Insekten auffällige Flügel haben können sie nicht fliegen. Auffällig sind 2 dunkle Längsstreifen auf dem Halsschild (s. Abb. 1). Die jungen Schaben sehen den ausgewachsenen Tieren recht ähnlich, allerdings haben Jungtiere noch keine Flügel.

  • Deutsche Wespe

    Wie die meisten Wespenarten ist auch diese Art schwarz-gelb gefärbt (s. Abbildung 1). Charakteristisch für die Tiere ist, dass auf dem gelben Stirnschild – also dem Bereich zwischen den Augen – drei schwarze Punkte zu sehen sind (s. Abbildung 2). Die Weibchen werden zwischen 16 und 19 mm groß, während die Männchen 13 bis 17 mm und die Arbeiterinnen 12 bis 14 mm erreichen können. Die Nesthülle ist bei dieser Art meist grau gefärbt und hat zahlreiche, muschelförmige Lufttaschen.

  • Dörrobstmotte

    Die Dörrobstmotte (Plodia interpunctella) ist eine kleine Schmetterlingsart, die nur 6 bis 9 mm lang wird. Die Falter ähneln einem rotbraunen bis bronzefarbenen, spitzen Dreieck, das in der Mitte eine breite, silberfarbene Unterbrechung aufweist (s. Abb. 1). Aufgrund dieser unverwechselbaren Färbung lassen sich Dörrobstmotten leicht von anderen Lebensmittelmotten wie der Mehlmotte, der Speichermotte oder der Getreidemotte unterscheiden. Die in Müsli oder anderen Vorräten lebenden Larven werden maximal 14 bis 17 mm lang (s. Abb. 2). Je nachdem wovon sich die Larven ernährt haben, können sie weißlich, grünlich oder rötlich gefärbt sein.

  • Flöhe

    Flöhe gehören zu den Insekten, die bereits jedes Kind kennt. Es sind meist nur 2 bis 3 mm große Insekten ohne Flügel, die einen seitlich stark abgeflachten Körper haben. Charakteristisch ist, dass die beiden hinteren Beinpaare als kräftige Sprungbeine ausgebildet sind. Flohlarven erinnern vom Aussehen eher an eine Raupe. Genauso wie Stechmücken haben die erwachsenen Flöhe stechend-saugende Mundwerkzeuge, mit denen sie Blut saugen können. Der Mensch wird von verschiedenen Floharten befallen. Neben dem Menschenfloh (Pulex irritans) sind das vor allem Katzen (Ctenocephalides felis)-, Hunde (Ctenocephalides canis)- und Hühnerfloh (Ceratophyllus gallinae).

  • Fruchtfliegen

    Fruchtfliegen sind sehr kleine Fliegen, die in der Regel nur zwei bis drei Millimeter lang werden. Manche Fruchtfliegen haben rote Augen. Einige Arten besitzen auf dem Hinterleib dunkle Querstreifen (s. Abb. 1). Die Larven werden auch Maden genannt. Sie sind weißlich gefärbt, besitzen keine Beine und entwickeln sich in überreifen Früchten, Obstabfällen wie zum Beispiel Bananenschalen und ähnlichem.

  • Gefleckter Pelzkäfer

    Der Gefleckte Pelzkäfer (Attagenus pellio) ist 4 bis 5 mm lang, dunkelbraun bis schwarz gefärbt und weist auf den Flügeldecken jeweils einen weißen Fleck auf. Drei weitere derartige Flecke, die bei näherem Hinsehen aus einem Büschel weißer Haare bestehen, befinden sich am Hinterrand des Halsschilds (s. Abbildung 1). Die stark behaarten, bräunlichen Larven werden etwas länger als die Käfer (s. Abbildung 2).

  • Gemeiner Nagekäfer

    Der Gemeine Nagekäfer (Anobium punctatum) ist ein 3 bis 4 mm großer, graubrauner Käfer. Auf den Flügeldecken fallen mehrere Längslinien auf, die aus vielen einzelnen Punkten bestehen. Wie beim Brotkäfer, so ist auch bei dieser Art der Kopf unter dem kapuzenförmigen Halsschild verborgen. Die letzten 3 Fühlerglieder sind stark verlängert. Die Ausfluglöcher der Käfer haben einen Durchmesser von 1 bis 2 mm. Die weißlichen Larven bekommt man normalerweise nicht zu sehen, da sie im Holz verborgen fressen und dieses mit ihren Fraßgängen durchziehen.

  • Gemeiner Speckkäfer

    Der Gemeine Speckkäfer (Dermestes lardarius) wird fast einen Zentimeter lang. Ganz charakteristisch für diese Art ist die Färbung der Flügeldecken. Die vordere Hälfte der Flügeldecke ist von gelblichen Haaren bedeckt. Zwischen diesen gelblichen Haaren liegen 3 schwarze Punkte. Die hintere Hälfte der Flügeldecke ist dagegen schwarz. Die Larven ähneln einer stark behaarten Raupe.

  • Getreidekapuziner

    Der Getreidekapuziner (Rhizopertha dominica) ist ein relativ kleiner Käfer, der nur 2,5 bis 4 mm lang wird. Die Tiere sind braun bis schwarz gefärbt und haben einen zylinderförmigen Körper. Der Halsschild überragt den Kopf wie eine Kapuze, worauf auch der deutsche Name hinweist. Die letzten 3 Fühlerglieder sind stark vergrößert. Sie bilden eine sog. Endkeule, die länger ist als der übrige Teil des Fühlers. Dieses Detail lässt sich aber nur mit einem Mikroskop erkennen.

  • Gewöhnliche Wespe

    Die schwarz-gelbe Warnzeichnung der Gewöhnlichen Wespe (Paravespula vulgaris) deutet darauf hin, dass es sich um ein giftiges Insekt handelt. Jeder der schon einmal von einer Wespe gestochen wurde kann das bestätigen. Die Weibchen können bis 19 mm groß werden, während Männchen maximal 17 mm und Arbeiterinnen höchstens 14 mm erreichen. Ein auffälliges Merkmal dieser Wespenart ist eine ankerförmige Zeichnung auf dem Stirnschild.

  • Hausbock

    Der Hausbock (Hylotrupes bajulus) ist ein braunschwarzer bis schwarzer Käfer mit auffallend langen Fühlern (s. Abb. 1). Die Männchen können maximal 16 und die Weibchen sogar bis zu 21 mm lang werden. Die weißlichen Larven fressen Gänge in Nadelholz und werden bis zu 25 mm lang (s. Abb. 2). Ist Holz mit dem Hausbock befallen so findet man das feine Fraßmehl, das die Larven produzieren, oft auf dem Fußboden. Die fertigen Käfer verlassen die Fraßgänge der Larven durch ovale Ausfluglöcher, die eine Größe von 3 x 7 (10) mm haben können.

  • Hausmarder

    Der Hausmarder (Martes foina) oder auch Steinmarder genannt, gehört zur Gruppe der Raubtiere, was man leicht an seinem Gebiss mit den langen Eckzähnen erkennen kann. Die Fellfärbung des Hausmarders ist graubraun. Auffällig ist ein weißer, meist gegabelter Kehlfleck. Männchen werden mit einer Kopfrumpflänge von 40 bis 52 cm und einem Gewicht zwischen einem und zwei Kilogramm etwas größer und auch schwerer als die Weibchen, die eine Kopfrumpflänge von 37 bis 48 cm und ein Gewicht von 700 bis 1.700 g erreichen. Der buschig behaarte Schwanz der Tiere ist ungefähr halb so lang wie der restliche Körper.

  • Hausmaus

    Die Hausmaus (Mus musculus) ist ein kleines Nagetier mit einer Gesamtlänge von maximal 20 cm. Ungefähr die Hälfte davon entfällt auf den Schwanz. In Deutschland leben drei verschiedene Unterarten. Das Fell der häufigsten Unterart ist auf dem Rücken dunkelgrau und auf dem Bauch nur unwesentlich heller gefärbt. Das Gewicht ausgewachsener Tiere beträgt nur rund zwanzig Gramm.

  • Hausratte

    Die Hausratte (Rattus rattus) kann bei uns lediglich mit der wesentlich häufigeren Wanderratte verwechselt werden. Das Fell der Hausratte ist dunkler als das der Wanderratte. Auch sind Hausratten wesentlich kleiner als Wanderratten. Sie erreichen höchstens ein Gewicht von 300 g. Der Schwanz ist deutlich länger als der restliche Körper und wird beim Laufen meist angehoben. Die Ohren sind wesentlich größer als die der Wanderratte.

  • Haussperling

    Der Haussperling oder auch Hausspatz (Passer domesticus) gehört zu den Vogelarten, die jeder kennt. Bei diesen kleinen Singvögeln sind die Männchen etwas auffälliger als die Weibchen gefärbt. Die Weibchen sind insgesamt unscheinbar grau-beige gezeichnet. Bei den Männchen ist der Nacken rotbraun und die Kopfoberseite grau. Kehle und Brust haben schwarze Federn. Der Rest der Körperunterseite ist hellgrau gefärbt. Auf den Flügel fällt ein weißer Querstreifen auf.

  • Haustaube

    Verwilderte Haustauben (Columba livia domestica) leben in jeder größeren Gemeinde. Die rund 30 cm großen Vögel haben ein meist graublau gefärbtes Gefieder (s. Abb. 1). Haustauben oder auch Stadttauben sind verwilderte Nachkommen von entkommenen Brieftauben. Ursprünglich stammt die Haustaube von der im Mittelmeergebiet heimischen Felsentaube ab, die der Mensch bereits vor rund 5.000 Jahren gezähmt und zum Haustier gemacht hat.

  • Hefekäfer

    Hefekäfer (Dienerella filum) sind winzige, bräunlich-gelb gefärbte Käfer. Sie erreichen lediglich eine Länge von 1,3 bis 1,4 mm. Ihr Körper ist lang gestreckt und vergleichsweise flach. Typisch für die Art ist eine tiefe, nach hinten breiter werdende Mittelfurche auf der Kopfoberseite. Die Fühler enden mit einer zweigliedrigen Fühlerkeule. Diese Merkmale sind allerdings nur mit dem Mikroskop zu erkennen.

  • Holzbock

    Der Holzbock (Ixodes ricinus) besitzt 8 Beine und gehört in die Gruppe der Zecken. Die Tiere sind gelblichbraun, rotbraun oder graubraun gefärbt und können, wenn sie sich mit Blut vollgesaugt haben, bis zu 14 mm lang werden. Die Männchen bleiben mit 2,5 mm deutlich kleiner als die Weibchen, die normalerweise rund 4 mm lang werden. Die Mundwerkzeuge der Holzböcke haben Ähnlichkeiten mit einem Sägeblatt und sind darauf spezialisiert die Haut ihrer Opfer zu durchdringen.

  • Hornisse

    Die Hornisse (Vespa crabro) ist die mit Abstand größte, einheimische Wespenart. Die Hornissenkönigin kann eine Größe von bis zu dreieinhalb Zentimetern erreichen. Die Arbeiterinnen werden immerhin noch bis zu 25 mm lang und sind damit deutlich größer als Wespenarten wie die Deutsche Wespe oder die Gewöhnliche Wespe. Nicht nur aufgrund ihrer Größe, sondern auch aufgrund der Körperfärbung sind Hornissen leicht von den meist schwarz-gelb gefärbten Wespen zu unterscheiden. Bei Hornissen haben Kopf und mittlerer Körperabschnitt einen hohen Rotanteil. Der mittlere Körperabschnitt weist gar keine gelben Farbanteile auf (s. Abb. 1).

  • Kleidermotte

    Kleidermotten (Tineola bisselliella) sind sehr kleine, unscheinbare Motten, die nur eine Körperlänge von 4 bis 9 mm erreichen. Die Vorderflügel haben eine silbrig-strohgelbe Färbung (s. Abb. 1). Wenn man sich die winzigen Motten genauer ansieht, so fällt auf, dass Vorder- und Hinterflügel lange Fransen tragen. Die Larven dieser Motten bauen sich schützende, kleine Röhren aus Textilfasern, die sie immer nur kurz zur Nahrungsaufnahme verlassen (s. Abb. 2).

  • Kornkäfer

    Die bräunlich gefärbten Kornkäfer (Sitophilus granarius) werden ca. 5 mm lang und haben einen rüsselförmig verlängerten Kopf (s. Abb. 1). Beine und Fühler sind etwas heller gefärbt als der restliche Körper. Am Ende dieses „Rüssels“ befinden sich die Mundwerkzeuge, mit denen die Käfer kleine Löcher in die Schale von Getreidekörnern beißen können. Die Käfer sind nicht in der Lage zu fliegen, da die Flügeldecken miteinander verwachsen sind.

  • Kornmotte

    Die Kornmotte (Nemapogon granellus) ist ein kleiner Schmetterling, der ungefähr 6 Millimeter lang wird. Die Flügelspannweite liegt bei maximal 14 Millimetern. Die Vorderflügel sind schwarz-weiß gefleckt und überdecken die Hinterflügel fast komplett. Die Antennen der Tiere sind fast so lang wie der restliche Körper. Die weißlichen Larven werden knapp 9 mm lang bevor sie sich verpuppen.

  • Kugelkäfer

    Kugelkäfer (Gibbium psylloides) haben vergleichsweise lange Fühler und erinnern auf den ersten Blick eher an eine kleine Spinne als an einen Käfer. Die Tiere sind recht klein und erreichen nur eine Körperlänge von 2 bis 3 mm. Kopf, Halsschild und Flügeldecken sind unbehaart. Die Flügeldecken sind glatt und glänzend braun rot gefärbt. Die Tiere können nicht fliegen, da ihre Flügeldecken miteinander verwachsen sind.

  • Maiskäfer

    Der rund 3 mm lange Maiskäfer (Sitophilus zeamais) hat rüsselförmig verlängerte und nach unten gebogene Mundwerkzeuge. An der Basis dieses Rüssels sitzen die seitlich abstehenden Fühler. Auf den bräunlichen Flügeldecken befinden sich 4 scharf begrenzte, rötliche Flecke. Der komplette Halsschild ist mit punktförmigen Vertiefungen bedeckt (siehe Abbildung 1). Die engerlingsförmigen Larven sieht man normalerweise nicht, da sie sich innerhalb von Maiskörnern entwickeln.

  • Maulwurf

    Der Europäische Maulwurf (Talpa europaea) ist ein kleines Säugetier, das nah mit Spitzmäusen und Igel verwandt ist. Maulwürfe leben unterirdisch in selbst gegrabenen Höhlensystemen und sind perfekt an diesen Lebensraum angepasst. Ihre schaufelförmigen Vorderbeine eignen sich hervorragend zum Graben. Augen und Ohröffnungen sind nicht zu erkennen, da sie in besonderen Hautfalten liegen und so bestens vor Erdkrümeln geschützt sind. Ausgewachsene Maulwürfe können bis zu 16 cm lang werden. Die größten Tiere erreichen ein Gewicht von maximal 130 g.

  • Mehlmilbe

    Die Mehlmilbe (Acarus siro) gehört wie alle Milben in die Gruppe der Spinnentiere. Im Gegensatz zu Insekten, die nur 6 Beine besitzen, haben Mehlmilben und andere Arten aus der Gruppe der Spinnentiere 8 Beine. Diese winzigen Milben sind mit bloßem Auge kaum zu erkennen und werden nur rund einen halben Millimeter lang. Der Körper der Tiere ist fast durchsichtig. Am Hinterende besitzen sie 2 Paar recht lange Schwanzhaare. Dieses Merkmal ist allerdings nur unter dem Mikroskop zu sehen.

  • Mehlmotte

    Die Mehlmotte (Ephestia kuehniella) gehört zur Gruppe der Lebensmittelmotten. Die kleinen Falter erreichen eine Länge von 14 mm. Die Tiere sind anhand ihrer Färbung relativ leicht zu identifizieren. Die Vorderflügel sind blau- bis silbriggrau gefärbt und weisen neben zwei zickzackförmigen Querbinden auch eine Reihe dunkler Punkte am Flügelsaum auf (s. Abbildung 1). In Ruhestellung legt der Falter seine Vorderflügel dachartig über die Hinterflügel. Die Fühler sind etwa halb so lang wie der Körper und zeigen meist in Richtung des Hinterleibes. Die Raupen entwickeln sich z. B. in Mehl oder Weizenkleie und produzieren hier feste Gespinste aus Spinnfäden (s. Abb. 2).

  • Messingkäfer

    Die mehr oder weniger kugelförmigen Messingkäfer (Niptus hololeucus) erinnern vom Aussehen an eine Spinne und werden zwischen 2,6 und 4,6 mm lang. Die Flügeldecken sind dicht mit messinggelben Haaren bedeckt. Diese auffällige Färbung hat den Käfern auch ihren deutschen Namen eingebracht. Die Fühler der Käfer sind auffallend lang.

  • Museumskäfer

    Museumskäfer (Anthrenus museorum) erreichen eine Körperlänge von 2 bis 3 mm. Auf den überwiegend dunkel gefärbten Flügeldecken fallen einige helle Schuppen auf. Am hinteren, äußeren Rand des Halsschilds, sowie hinter dem Schildchen finden sich weitere helle Zeichnungselemente. Außerdem befinden sich auf den Flügeldecken 3 unscharfe, wellenförmige Querlinien aus ockergelben Schuppen. Die Larven sind stark behaart und besitzen sog. Pfeilhaare, die der Verteidigung dienen. Außerdem besitzen sie lange Borsten am Hinterleib.

  • Nordamerikanische Splintholzkäfer

    Der Nordamerikanische Splintholzkäfer (Lyctus planicollis) wird rund einen halben Zentimeter lang. Die Tiere haben einen lang gestreckten, schlanken Körperbau. Die Flügeldecken sind hellbraun, der Halsschild eher dunkelbraun gefärbt. Die beiden letzten Glieder der 11-gliedrigen Antenne sind vergrößert und bilden eine deutlich abgesetzte Fühlerkeule. Auf den Flügeldecken befinden sich längs verlaufende Linien.

  • Orientalische Schabe

    Die Orientalische Schabe (Blatta orientalis) ist dunkelbraun bis schwarz gefärbt. Weibchen erreichen eine Größe von bis zu 3 cm. Männchen werden maximal 2,5 cm lang. Weibchen besitzen nur noch winzige Flügelreste. Bei den Männchen bedecken die Flügel immerhin noch 2 Drittel des Hinterleibs (s. Abb. 1). Aufgrund dieser verkümmerten Flügel kann man die Orientalische Schaben gut von der Amerikanischen Schabe, der Deutschen Schabe oder der Braunbandschabe zu unterscheiden. Alle diese Arten haben nämlich, im Gegensatz zur Orientalischen Schabe, vollständig entwickelte Flügel.

  • Pharaoameise

    Es handelt sich hierbei um winzig kleine, hellbraun gefärbte Tiere, die mit bloßem Auge kaum zu sehen sind. Mit rund 2 mm Länge bleiben sie wesentlich kleiner, als z. B. die im Garten lebende Schwarzgraue Wegameise. Pharaoameisen gehören zu den sog. Knotenameisen, bei denen der mittlere Körperabschnitt durch 2 knotenförmige Körperglieder mit dem Hinterleib verbunden ist (s. Abb. 1). Dieses Detail ist allerdings nur unter dem Mikroskop gut zu erkennen.

  • Rasenameise

    Die Rasenameise (Tetramorium caespitum) ist eine relativ kleine, dunkelbraun gefärbte Ameisenart. Die Arbeiterinnen werden nur 2 bis 3,5 mm lang. Männchen und Weibchen werden gut doppelt so groß. Die Art gehört in die Gruppe der sog. Knotenameisen. Bei diesen Ameisenarten sind der mittlere Körperabschnitt und der Hinterleib durch zwei sog. Stielchenglieder miteinander verbunden (siehe Abbildung 1).

  • Reiskäfer

    Die maximal 3,5 mm langen Reiskäfer (Sitophilus oryzae) besitzen rüsselförmig verlängerte und nach unten gebogene Mundwerkzeuge. Auf den Flügeldecken fallen 4 unregelmäßig geformte, orangefarbene bis rötliche Flecken auf. Der Halsschild weist ein Muster aus zahlreichen, länglichen Punkten auf. Nur die Mittellinie des Halsschilds ist glatt (siehe Abbildung 1). Die engerlingsförmigen Larven bekommt man normalerweise nicht zu Gesicht, da sie sich innerhalb von Reis- und Getreidekörnern entwickeln.

  • Rossameise

    Es handelt sich bei der Rossameise (Camponotus ligniperda) um die größte einheimische Ameisenart. Die Arbeiterinnen werden über einen Zentimeter groß. Die Königinnen können sogar fast zwei Zentimeter erreichen. Allein ihre Größe macht sie unverwechselbar. Während Kopf und Hinterleib schwarz gefärbt sind, erscheint der mittlere Körperabschnitt rötlich (siehe Abbildung 1). Rossameisen gehören zu den sog. Schuppenameisen – zwischen dem mittleren Körperabschnitt und dem Hinterleib liegt ein schuppenförmiges Verbindungsglied.

  • Rotbrauner Leistenkopfplattkäfer

    Der Rotbraune Leistenkopfplattkäfer (Cryptolestes ferrugineus) ist eine winzige, vorratsschädliche Käferart. Die recht schlank gebauten Tiere werden nur rund 2 mm lang und sind – wie der Name schon verrät – rotbraun gefärbt. Die Fühler bestehen aus 11 Gliedern und sind ungefähr halb so lang wie der Körper. Namensgebend sind auch die seitlich an Kopf und Halsschild verlaufenden Längsleisten.

  • Rotbrauner Reismehlkäfer

    Wie der Name schon andeutet, sind Rotbraune Reismehlkäfer (Tribolium castaneum) rotbraun gefärbt. Die Käfer haben eine länglich-schmale Körperform und erreichen eine Körperlänge von 3 bis 4 mm (s. Abb. 1). Wenn man sich die Tiere unter dem Mikroskop anschaut, fällt auf, dass die letzten 3 Glieder der Fühler deutlich vergrößert sind. Ganz typisch für diese Käfer sind die Kriechspuren, die sie in Mehl hinterlassen (s. Abb. 2).

  • Rote Vogelmilbe

    Die Rote Vogelmilbe (Dermanyssus gallinae) hat einen eiförmigen Körper, acht Beine und spitze Mundwerkzeuge, mit denen sie die Haut von Vögeln und Säugetieren durchdringen kann um Blut zu saugen. Hungrige Tiere sind nicht einmal einen Millimeter lang. Haben sie sich aber mit Blut vollgesaugt, dann können sie eine Länge von 2 mm erreichen. Nachdem sie Blut aufgenommen haben zeigen die sonst relativ farblosen Milben eine rötliche Färbung.

  • Schmeißfliege

    Schmeißfliegen (Calliphora vicina) sind relativ große und kräftig gebaute Fliegen, die bis zu 13 mm lang werden. Oft werden die Tiere auch als Blaue Brummer bezeichnet, da ihr Körper dunkelblau bis blaugrün gefärbt ist. Lediglich die Augen dieser Fliegen sind rot (s. Abb. 1). Die weißlichen Maden haben wie alle Fliegenlarven keine Beine und werden bis zu 18 mm lang (s. Abb. 2).

  • Schmetterlingsmücken

    Schmetterlingsmücken sind sehr kleine, dunkel gefärbte Mücken. Da sie einen mehr oder weniger herzförmigen Körperumriss haben, werden diese Insekten oft auch als Herzmücken bezeichnet. Schaut man sich die Tiere unter dem Mikroskop an so fällt auf, dass die Flügel dieser Insekten stark behaart sind (s. Abb. 1). Eine weitere Bezeichnung für diese Mücken ist Gullymücke oder Abortfliege, da sich die Larven in Gullys Bodenabläufen oder organischen Klärschlämmen entwickeln.

  • Schwarzgraue Wegameise

    Die Arbeiterinnen der Schwarzgrauen Wegameise (Lasius niger) sind rund 4 mm lang und einheitlich dunkel gefärbt. Männchen und Weibchen werden deutlich größer als die Arbeiterinnen und besitzen im Gegensatz zu diesen Flügel. Nach der Begattung werfen die Weibchen ihre Flügel rasch ab und ähneln somit den Arbeiterinnen. Die Männchen sind sehr kurzlebig und sterben bald nach der Begattung.

  • Siebenschläfer

    Der Siebenschläfer (Glis glis) ist ein kleines Nagetier mit grauem Fell, das mit seinem buschigen Schwanz ein wenig an ein Eichhörnchen erinnert. Die meisten Menschen haben vermutlich noch nie einen Siebenschläfer gesehen, da die Tiere ausschließlich nachts aktiv sind. Die Tiere können eine Gesamtlänge von rund 32 cm erreichen – fast die Hälfte davon entfällt auf den Schwanz. Die Augen sind, wie bei nachtaktiven Tieren üblich, auffallend groß, die Ohren rundlich und relativ klein.

  • Silberfischchen

    Silberfischchen (Lepisma saccharina) sind sog. Urinsekten. Im Gegensatz zu den meisten anderen Insekten besitzen sie keine Flügel. Sie sind 7 bis 12 mm lang und haben lange Antennen, die aus sehr vielen, einzelnen Gliedern bestehen. Der Brustabschnitt ist deutlich verbreitert, während der Hinterleib nach hinten immer schmäler wird. Am Körperende fallen drei lange, borstenartige Fortsätze auf. Der ganze Körper ist mit Schuppen bedeckt, was den Tieren durch Lichtreflexion ein silberglänzendes Aussehen verleiht (s. Abb. 1). Diese Besonderheit hat den Tieren auch ihren deutschen Namen eingebracht.

  • Speckkäfer

    Speckkäfer sind meist dunkel gefärbte, lang gestreckte Käfer, die zwischen 6 und 10 mm groß werden. Typisch für alle Speckkäfer ist die Antennenform. Die letzten 3 Glieder des Fühlers sind immer deutlich größer als die ersten Fühlerglieder (s. Abb. 1). Die Experten sprechen bei einer solchen Fühlerform von einer sog. Fühlerkeule. Die Larven sind sehr stark behaart und haben am Hinterende 2 kräftige Dornen (s. Abb. 2).

  • Staubläuse

    Staubläuse sind nur 1,2 bis 2,3 mm große, zarte und meist hell gefärbte Insekten. Sie besitzen auffallend lange und dünne Antennen. Die Tiere sind so klein, dass sie mit bloßem Auge kaum zu sehen sind. Da die Tiere kurze Sprünge vollführen können, werden sie manchmal mit Flöhen verwechselt. Manche Arten besitzen vollständig entwickelte Flügel, bei anderen Arten sind die Flügel dagegen reduziert oder fehlen sogar ganz. Charakteristisch ist, dass die Augen seitlich am dreieckig geformten Kopf sitzen.

  • Taubenzecke

    Die Taubenzecke (Argas reflexus) ist eine Zeckenart, die als blutsaugender Parasit in den Nestern von Straßentauben und vielen anderen Vogelarten lebt. Diese Zecken haben einen ovalen Körper und können rund einen Zentimeter lang werden. Der Kopf der Tiere ist von oben nicht sichtbar, da der ganze Körper unter einem breiten Rückenschild verborgen ist. Wie alle Zeckenarten hat auch die Taubenzecke 8 Beine.

  • Teppichkäfer

    Der Teppichkäfer (Anthrenus scrophulariae) ist ein recht kleiner Käfer mit ovalem Körperumriss. Die Tiere werden ca. 3 bis 4 mm lang. Typisch ist ein rot gefärbter Bereich entlang der Flügelnaht – also an der Stelle, an der die beiden Flügel aneinander stoßen. Die Flügeldecken sind bis auf 3 helle, wellenförmige Querbinden überwiegend dunkel gefärbt. Die Larven werden bis zu 5 mm lang und sind stark behaart.

  • Wanderratte

    Wanderratten (Rattus norvegicus) haben auf der Oberseite braungraues und auf der Bauchseite grauweißes Fell. Die Körperlänge von ausgewachsenen Tieren beträgt ohne den Schwanz 20 bis 27 cm. Diese Nagetiere können bei uns höchstens noch mit der sehr seltenen Hausratte verwechselt werden. Hausratten bleiben kleiner als Wanderratten, haben einen wesentlich längeren Schwanz und deutlich größere Ohren.

  • Wespen

    Wespen gehören zu den Insekten, die jedes Kind kennt. Dies liegt wohl in erster Linie an ihrer auffallenden, schwarz-gelben Färbung und dem unverwechselbaren Geräusch, das sie beim Fliegen erzeugen. Mit ihrer auffälligen Färbung signalisieren die Tiere, dass sie giftig sind. Jedes Kind, das einmal von einer Wespe gestochen wurde, lässt in Zukunft die Finger von diesen auffälligen Insekten. Typisch für Wespen ist auch die sog. Wespentaille – also der markante Einschnitt zwischen dem mittleren Körperabschnitt und dem Hinterleib.

  • Wollkrautblütenkäfer

    Der Wollkrautblütenkäfer (Anthrenus verbasci) ist ein kleiner, bunter Käfer mit einem fast rundlichen Körper, der bis zu 3 mm lang wird. Wenn man sich die Käfer genauer betrachtet fällt auf, dass die Rückenseite dicht mit verschiedenfarbigen Schuppen besetzt ist. Auf den Flügeldecken befinden sich 3 weiße, wellenförmige Querbinden (s. Abb. 1). Die Larven haben am ganzen Körper verschieden lange Borsten und Borstenbüschel. Am Hinterende der Larven sitzen sog. „Pfeilhaare“, die mit Widerhaken besetzt sind (s. Abb. 2).

  • Zweifarbige Wegameise

    Der Kopf der Zweifarbigen Wegameise (Lasius emarginatus) erscheint rötlichbraun bis dunkelbraun. Der mittlere Körperabschnitt ist rötlich und der Hinterleib dunkelbraun bis schwarzbraun gefärbt. Die Arbeiterinnen erreichen eine Länge von ungefähr 4 mm. Männchen und Weibchen werden deutlich größer als die Arbeiterinnen und besitzen im Gegensatz zu diesen Flügel. Nach der Begattung werfen die Weibchen ihre Flügel rasch ab und ähneln somit den Arbeiterinnen.