Kornmotte

Abbildung 1: Kornmotten sind Getreideschädlinge
Abbildung 2: Die Antennen werden fast so lang wie der restliche Körper

Aussehen

Die Kornmotte (Nemapogon granellus) ist ein kleiner Schmetterling, der ungefähr 6 Millimeter lang wird. Die Flügelspannweite liegt bei maximal 14 Millimetern. Die Vorderflügel sind schwarz-weiß gefleckt und überdecken die Hinterflügel fast komplett. Die Antennen der Tiere sind fast so lang wie der restliche Körper. Die weißlichen Larven werden knapp 9 mm lang bevor sie sich verpuppen.

Lebensweise

Das Weibchen legt rund 100 Eier direkt in Getreide, Trockenobst oder andere Vorratsgüter ab. Die Entwicklung vom Ei bis zum Falter hängt von der Temperatur ab und liegt bei 2 bis 5 Monaten. Die Larven verpuppen sich meist im der Nähe der befallenen Vorräte. Die Falter sind nachtaktiv und meiden das Licht. Niedrige Temperaturen sind für diese Mottenart kein Problem. Bei trockenen Bedingungen können sich diese Schädlinge allerdings nicht vermehren.

Vorkommen

Die Kornmotte ist eine einheimische Mottenart. Es sind recht häufige Vorratsschädlinge, die vor allem in ungeheizten Getreidelagern oder Außensilos auftreten. In Bäckereien findet man die Tiere aufgrund der dort herrschenden hohen Temperaturen in der Regel kaum. Ursprünglich haben sich die Larven der Kornmotte wohl in Baumschwämmen entwickelt.

Wie kann man sich vor Befall schützen?

Da es sich um eine einheimische Mottenart handelt und die Falter im Sommer von außen zufliegen können, lässt sich ein Befall nicht zuverlässig verhindern. Besonders wer Getreide in feuchten Kellerräumen lagert, muss damit rechnen, dass die Vorräte irgendwann von diesem Schädling befallen werden. Um einen Befall zumindest frühzeitig zu erkennen, können spezielle Klebefallen eingesetzt werden. Durch den enthaltenen Lockstoff werden die Mottenmännchen angelockt und bleiben auf der Klebefläche haften.

Welche Probleme verursachen diese Schädlinge?

Die Larven verunreinigen Lebensmittel durch Spinnfäden und Kot. Besonders auf dem Kot der Tiere wachsen später Schimmelpilze. Außerdem können sich unter diesen Voraussetzungen vorratsschädliche Milben ansiedeln. Befallene Lebensmittel dürfen auf gar keinen Fall mehr verzehrt werden und müssen umgehend entsorgt werden.

Wie kann man diese Schädlinge am besten bekämpfen?

Zur Bekämpfung von Lebensmittelmotten werden Insektenstrips, Insektensprays und Nützlinge angeboten. Klebefallen eignen sich dagegen nicht zur Mottenbekämpfung, da hiermit ausschließlich die männlichen Motten gefangen werden. Wenn Sie Probleme mit Lebensmittelmotten im Haushalt oder in Ihrem Betrieb haben, sollten Sie sich an ein Schädlingsbekämpfungsunternehmen wenden, das einem Berufsverband angehört. Hier finden Sie kompetente Ansprechpartner, die wissen wie man Lebensmittelmotten am besten bekämpft.