Flöhe

Abbildung 1: Flöhe haben kräftige Sprungbeine
Abbildung 2: Der Mensch wird häufig vom Katzenfloh befallen

Aussehen

Flöhe gehören zu den Insekten, die bereits jedes Kind kennt. Es sind meist nur 2 bis 3 mm große Insekten ohne Flügel, die einen seitlich stark abgeflachten Körper haben. Charakteristisch ist, dass die beiden hinteren Beinpaare als kräftige Sprungbeine ausgebildet sind. Flohlarven erinnern vom Aussehen eher an eine Raupe. Genauso wie Stechmücken haben die erwachsenen Flöhe stechend-saugende Mundwerkzeuge, mit denen sie Blut saugen können. Der Mensch wird von verschiedenen Floharten befallen. Neben dem Menschenfloh (Pulex irritans) sind das vor allem Katzen (Ctenocephalides felis)-, Hunde (Ctenocephalides canis)- und Hühnerfloh (Ceratophyllus gallinae).

Lebensweise

Flöhe sind blutsaugende Parasiten und befallen Vögel, Säugetiere und den Menschen. Sowohl die Weibchen, als auch die Männchen müssen täglich Blut saugen. Die meiste Zeit des Tages verstecken sich die Parasiten z. B. zwischen Dielenritzen oder Bettlaken. Nur zum Blutsaugen suchen sie direkt Menschen oder Tiere auf. Mit ihren kräftigen Sprungbeinen können sie problemlos 20 bis 30 cm weit springen. Die Weibchen legen mehrere 100 Eier ab. Die Larven, die den erwachsenen Flöhen überhaupt nicht ähnlich sehen, leben sehr versteckt und ernähren sich überwiegend vom Kot der erwachsenen Flöhe, der aus mehr oder weniger unverdautem Blut besteht. Unter günstigen Bedingungen dauert die Entwicklung vom Ei bis zum erwachsenen Floh nur rund 2 Wochen.

Vorkommen

Flöhe sind weltweit verbreitet und leben überall dort, wo auch ihre Wirtstiere – also Vögel, Säugetiere und der Mensch – leben.

Wie kann man sich vor Befall schützen?

Leider kann man sich kaum vor einem Befall schützen. Besonders in Haushalten, in denen Hunde und Katzen leben, werden immer wieder einmal Flöhe eingeschleppt. Es empfiehlt sich die Haustiere regelmäßig abzusuchen und bei Befall einen Tierarzt aufzusuchen. Oft geht ein Flohbefall auch von verlassenen Voglnestern aus. Wenn Vögel als natürliche Wirte fehlen, werden die hungrigen Flöhe auch Menschen attackieren, die sich im Garten aufhalten. Daher sollten Nistkästen einmal im Jahr gereinigt werden. Das Nistmaterial sollte in einem verschlossenen Plastikbeutel in der Mülltonne entsorgt werden.

Welche Probleme verursachen diese Schädlinge?

Flöhe sind Hygieneschädlinge. Beim Blutsaugen geben die Tiere ein Sekret ab, das die Blutgerinnung hemmt. Diese Substanz löst einen starken Juckreiz aus. Durch Kratzen im Bereich der Einstichstelle können Entzündungen auftreten. Wird man häufiger gestochen, kann man auch eine Allergie entwickeln.

Wie kann man diese Schädlinge am besten bekämpfen?

Um Flöhe bekämpfen zu können muss man erst einmal wissen, wo die Tiere herkommen. Dies setzt voraus, dass man zunächst die jeweilige Flohart bestimmen muss. Bei einem Befall mit Vogelflöhen kommen die Tiere mit Sicherheit aus einem verlassenen Vogelnest. Wird man von Katzenflöhen attackiert, so geht der Befall vermutlich von einem Haustier aus. Erst wenn die Befallsquelle feststeht, können Bekämpfungsmaßnahmen eingeleitet werden. Da eine exakte Flohbestimmung für Laien kaum möglich ist, sollten Sie sich bei Problemen mit Flöhen immer an einen professionellen Schädlingsbekämpfer wenden. Unternehmen, die einem Berufsverband angehören, können Flöhe bestimmen und wissen genau welche Verfahren und Wirkstoffe man zur Bekämpfung einsetzen soll